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Es leben die Feuerlöscher!

Willi Winkelmüller lernt, dass Problemlösung gut ist

 

Es ist Samstagnachmittag. Ein wunderschöner Frühlingstag. Der Mai zeigt sich von seiner besten Seite, und Willi Winkemüller geht gut gelaunt mit seiner Tochter Josefine in den Zoo. Die beiden haben schon lange nichts mehr gemeinsam unternommen, und so genießen sie diesen Ausflug umso mehr.

Josefine erzählt ohne Punkt und Komma. Und nur, wenn sie einmal kurz Luft holt, hat Winkemüller die Chance, auch mal etwas zu sagen. Aber so kennt er sie ja… Plötzlich ist sie still und bleibt erschrocken stehen. Winkemüller – ein wenig in Gedanken – merkt erst ein paar Schritte später, dass sie nicht mehr neben ihm läuft. „Papa!“, ruft sie aufgeregt. „Papa, es brennt!“ Tatsächlich. Das Haus an der Ecke steht in Flammen.

Eine aufgeregte Menschenmenge hat sich bereits am Unfallort eingefunden. Mehrere Hände zeigen nach oben. „Ist das nicht das Haus, in dem Deine Freundin Lucy wohnt?“, fragt Winkelmüller. Josefine schießen Tränen in die Augen. Ihrer Kindergarten-Freundin wird doch nichts passiert sein? Die beiden gehen  näher heran. „Nein, Lucy wohnt in dem roten Haus daneben“, sagt Josefine erleichtert. Und dann: „Ein Kind, Papa, der Mann rettet ein Kind!“ Sie zeigt auf den Rettungskorb, in dem ein Feuerwehrmann ein kleines Kind im Arm hält. Unten angekommen, stürzen die Eltern auf ihn zu. Weinend vor Glück, schließen sie ihr Kind wieder in die Arme.

„Alles gut gegangen“, sagt Winkemüller. „Gott sei Dank.“ „Der Mann ist ein Held, Papa“, ist Josefine überzeugt. „Warum bist Du kein Held?“ Winkelmüller denkt nach. Ist er ein Held? Seine Frau hat ihn bestimmt mal für einen gehalten. „Ich sorge jeden Tag dafür, dass sich die Welt ein Stückchen weiter dreht – und da kämpfe ich gegen alle möglichen Widerstände. Und der, der das schafft, muss doch ein Held sein, oder?“ Josefine weiß nicht so recht. Beide setzen – noch ein wenig benommen – ihren Weg zum Zoo fort.

Am Abend wieder zu Hause angekommen, erzählt Josefine ihrer Mutter sofort von dem aufregenden Brand-Erlebnis. Noch während sie Schuhe und Jacke auszieht, berichtet sie aufgeregt von den ungeheuren Flammen, dem kleinen Kind und dem großartigen Feuerwehrmann-Held. „Das hättest Du sehen sollen, Mama, wie der das kleine Kind auf dem Arm hat. Der war ganz schwarz im Gesicht. Und beide fahren dann in so einem Korb nach unten. Und dann kommen die Eltern von dem kleinen Kind. Die haben total geweint, als der Mann mit dem Kind wieder unten war. Vor Glück, sagt Papa.“ Josefine war kaum zu stoppen. Ihr kleiner Bruder, Leo, ist fasziniert. „Feuerwehr!“, ruft er. „Habe auch eine Feuerwehr. Im Buch.“ „Mann Leo, Du hast ja keine Ahnung, das war echt gefährlich!“, tut Josefine diesen Hinweis ab.

Die Familie sitzt am Abendbrotstisch. Winkelmüller nimmt sich gut gelaunt die erste Scheibe Brot. Seine Frau Silke denkt noch über das soeben Gehörte nach. „Wenn ich mir vorstelle, unsere Kinder in einem brennenden Haus.“ Zerstreut gibt sie massenweise Pfeffer auf die Tomaten… „Haben die Flammen auch die Nachbarhäuser angegriffen?“, fragt sie. „Dort wohnt doch Lucy, oder?“ „Nein, die anderen Häuser schienen in Ordnung zu sein“, antwortet Winkemüller. „Ich bin so froh, dass Lucy nichts passiert ist“, überlegt Josefine laut. „Aber komisch eigentlich, dass in den Häusern, wo es nicht gebrannt hat, keiner vor Glück geweint hat.“

Seine Tochter hatte recht. Winkelmüller denkt nach. Ein Feuerwehrmann rettet ein kleines Kind, und die Eltern weinen vor Glück. Das Haus daneben steht schadlos da. Hier ist alles in bester Ordnung. Aber keiner weint vor Glück… Muss denn immer erst etwas passieren, damit man ein Held ist?

„Mama, ist Papa auch ein Held?“, reißt seine Tochter ihn aus seinen Gedanken. „Wisst Ihr was, Papa ist noch ein größerer Held als der Feuerwehrmann. Er hat den Rauchmelder hier einbauen lassen. Dann kommt es nämlich gar nicht erst zum großen Brand. Und das ist doch viel besser, als Kinder aus dem Feuer zu retten“, erklärt Silke den beiden.

Winkelmüller schaut seiner Frau staunend in die Augen. Genau das ist es. Immer bekommt nur der den Orden, der das Feuer löscht. Aber derjenige, der es vermieden hat, bekommt keine Blumen. Den umarmt keiner vor Glück.

Er will das beherzigen, wenn er am Montag wieder in die Firma geht. Bei Höftig sollen die belohnt werden, die Probleme lösen, bevor der Auftrag brennt. Er will die belohnen, die hartnäckig zukünftig Fehler vermeiden. Diejenigen, die sich trotz des dringenden Firefightings die Zeit für wichtige Verbesserungen erkämpfen. Und vielleicht würde er nicht weinen vor Glück – aber bis knapp unter die Decke hüpfen vor Freude würde er sicher, wenn wieder einer seiner Jungs vom Feuerwehrmann zum Brandschützer wird.