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Gehalt nach eigenem Gusto

Hannover / Stuttgart, 20.03.2013

Der 10. Dezember 2010 ist ein denkwürdiges Datum für die Unternehmensberatung V&S. Das ist der Tag, an dem die Mitarbeiter ihr altes Bonusmodell über Bord geworfen haben. „Wir erwarten von unseren Mitarbeitern verantwortungsbewusstes Denken und Handeln im Sinne des Unternehmenszweckes. Deshalb haben wir uns gedacht, dass sie durchaus in der Lage sind, ihr Gehalt selbst festzulegen“, erklärt Lars Vollmer, Gründer und Geschäftsführer des Beratungshauses. „Die gewählte Summe sollte dabei immer eine Balance zwischen wirtschaftlicher Verträglichkeit für das Unternehmen und des individuellen Marktwertes darstellen“, erklärt der promovierte Ingenieur. Deshalb erhält jeder Mitarbeiter neben dem Einblick in die Geschäftszahlen eine Gehaltsliste mit Tätigkeits- und Qualitätsprofilen der derzeit 20 Mitarbeiter des Unternehmens – für neue Mitarbeiter ist diese anonymisiert. Zusätzlich geht er in einen Konsultationsprozess – das heißt, er bespricht seinen Gehaltswunsch innerhalb der Organisation mit mindestens drei Kollegen. Dieser Prozess ist zu jeder Zeit für alle Mitarbeiter des Unternehmens öffentlich nachvollziehbar. Basierend auf den Gesprächen und den ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, treffen die Kollegen ihre finale Entscheidung eigenverantwortlich.

Machtgehabe bleibt außen vor

„Wenn jeder sein Gehalt selbst bestimmen kann, nehmen wir ein Stück Macht aus der Hierarchie und legen ein Stück Verantwortung auf die Schultern der Mitarbeiter. Daraus erwächst Leistung und da wollen wir hin“, erklärt Benno Löffler, Managing Partner bei V&S. Lars Vollmer kritisiert: „Gern wird zur Gehaltsfindung der Chef herangezogen. Das suggeriert, dass er am meisten Ahnung von der Leistung des Mitarbeiters hat. Das ist aber eine Illusion. Ich weiß weder besser als meine Kollegen, wie die Leistung des Einzelnen auf dem Projekt ist, noch kenne ich den individuellen Marktwert der Kollegen.“

Für viele Unternehmer scheint es ungewöhnlich, Macht abzugeben. „Wenn du möchtest, dass jeder mehr Verantwortung übernimmt; wenn du willst, das Dinge schneller geregelt werden; dass Probleme dort bearbeitet werden, wo sie entstehen, dann ist die logische Konsequenz, dass den Mitarbeitern Raum zur Entscheidungsfindung zur Verfügung steht“, meint Benno Löffler.

Transparenz durch kleine Gruppen

Das Modell der freien Gehaltswahl ist im Grunde eine Konsequenz aus diesem Selbstverständnis. Alle Mitarbeiter erwarten von ihren Kollegen ein verantwortungsvolles selbstbestimmtes Handeln im Sinne des Unternehmenszweckes. Das kann nur funktionieren, wenn diese auf alle relevanten Informationen zugreifen können und eine soziale Dichte herrscht. Deshalb ist V&S in Teams organisiert. Diese sind selbständig verantwortlich für den Vertrieb, für Kennzahlen, für Budgets, für das Personal-Recruiting. Je kleiner so eine Gruppe ist, je vollumfänglicher sie verantwortlich ist, desto eher kann sie überhaupt nur selbstbestimmt sein und desto eher gibt es auch so etwas wie soziale Dichte und Transparenz. Die Frage ist nun vor allem auch: Will das jeder?

Das Medien-Echo auf unser Modell ist groß. Hier könnten Sie einmal in das Interview mit 100,5 Hit Radio reinhören oder sich den Bericht bei RTL regional anschauen. Viel Spaß!